Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD (AGS) in der Regio Aachen

Für eine soziale, nachhaltige und ökologische Wirtschaft

Handwerk im Blick!

 

BUND: PARLAMENTSKREIS HANDWERK GEGRÜNDET! 

Veröffentlicht am 10.05.2026 in Arbeit und Wirtschaft

10.5.2026 Dirk Wiese MdB auf Facebook :

Parlamentskreis Handwerk gründet sich im Deutschen Bundestag 

In dieser Woche fand die Gründung des überparteilichen Parlamentskreises Handwerk im Deutschen Bundestag auf Initiative von Abgeordneten aus den Reihen von CDU, CSU und SPD statt. Auch der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese war bei der wichtigen Gründungsveranstaltung dabei und bekräftigt:

„Das Handwerk ist Job- und Ausbildungsmotor und braucht eine starke politische Unterstützung, sei es bei der Entlastung durch weniger Bürokratie und Dokumentationspflichten oder bei der Schaffung von Ausbildungsstellen gerade im ländlichen Raum, sowie dem Fokus auf klare wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Vor Ort verbindet das Handwerk Tradition mit Zukunft und diese Zukunft muss gestärkt werden."

Die Herausforderungen für das Handwerk sind laut den Gründungsmitgliedern des Parlamentskreises vielfältig und mit dem Parlamentskreis Handwerk soll das Handwerk im Bundestag eine noch stärkere und sichtbare Stimme erhalten.

 

DIHK appelliert in EU: Trendwende jetzt!

EU-Parlament der Unternehmer 2025 mit klarem Appell
 
Trendwende in der europäischen Wirtschaftspolitik – jetzt! Das war der Appell der Wirtschaft beim diesjährigen Europäischen Parlament der Unternehmen (EPdU).
Am 4. November kamen dafür in Brüssel 700 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Europa zusammen, um einen Tag lang in die Rolle von Europaabgeordneten zu schlüpfen.
 
In drei thematischen Sessions wurde eine Plenarsitzung simuliert, unter anderem mit Statements und Abstimmungen zu verschiedenen Themen. Der Dachverband der europäischen Industrie- und Handelskammern, Eurochambres, und seine Mitglieder organisierten das EPdU bereits zum siebten Mal. Die größte Unternehmerdelegation kam wie gewohnt aus Deutschland: Unter Leitung von Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, beteiligten sich knapp 90 Unternehmerinnen und Unternehmer. Die Wortbeiträge und Abstimmungen machten deutlich, dass sich der wirtschaftspolitische Kurs dringend ändern muss.
 
Europas Handelspolitik stärken 
 
Die EPdU-Teilnehmenden sprachen sich für mehr Freihandelsabkommen aus, um die Diversifizierung der Lieferketten zu erleichtern. 77 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer berichteten von zusätzlichen Lieferkettenengpässen aufgrund der geopolitischen Spannungen. Die Mehrheit fühlt sich nicht ausreichend von der EU unterstützt, um geopolitische Nachteile auszugleichen, etwa durch neue Freihandelsabkommen.
 
Gleichzeitig forderten 95 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer einen pragmatischeren Ansatz beim Abschluss von Partnerschaften mit Drittstaaten. Auch für die Zusammenarbeit mit den (potenziellen) Beitrittskandidaten sehen 88 Prozent erhöhten Handlungsbedarf, um diese Länder nach und nach in den Binnenmarkt zu integrieren.
 
Hürden im Binnenmarkt abbauen 
 
Ein funktionierender Binnenmarkt ist für Europas Wirtschaftswachstum, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Doch mehr als vier von fünf anwesenden Unternehmen gaben an, wegen vieler Hürden nicht frei innerhalb der EU agieren zu können. Eine Lösung sehen 84 Prozent der Teilnehmenden darin, Verstöße gegen Binnenmarktvorschriften effektiver zu ahnden.
 
Kein spürbarer Bürokratieabbau 
 
Trotz angekündigter Vereinfachungsagenda der EU-Kommission ist die Bürokratie in den Betrieben weiter extrem belastend: 93 Prozent der Unternehmen bestätigten, dass sich der Verwaltungsaufwand im letzten Jahr für sie nicht verringert habe. Drei Viertel der Unternehmerinnen und Unternehmer halten zum Beispiel die Nachhaltigkeitsberichterstattung für unverhältnismäßig: Sie erkennen darin kein geeignetes Mittel, um ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stärke sinnvoll zu verbinden.
 
Belastung durch Fachkräftemangel und Energiepreise 
 
Die Unternehmen sehen sich mit großen Herausforderungen konfrontiert: Zum einen ist es für mehr als 80 Prozent schwieriger geworden, geeignete Fachkräfte zu rekrutieren. Zum anderen erschweren hohe Energiekosten für 96 Prozent der Betriebe die Vereinbarkeit von Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeitsinvestitionen.
 
Die Abstimmungsergebnisse machen deutlich, dass die angekündigten Bemühungen der EU-Kommission um Entlastungen noch längst nicht im Unternehmensalltag angekommen sind. Umso dringlicher ist der Appell an die EU-Politikentscheider, das Votum des EPdU ernst zu nehmen und umzusetzen.
 
Kontakt:
Jana Paratz, DIHK Berlin, +32 2 286 1640 
 
 
 
 

AGS beim ZDH in Berlin

Bild- Quelle: ZDH

Berlin, 15.9.2025

Vertreter des AGS- Bundesvorstandes waren zu einem Arbeitsgespräch beim ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks) in Berlin zu Gast.

Vom Hauptgeschäftsführer des ZDH , Holger Schwannecke wurden der AGS-Bundesvorsitzende Ralph Weinbrecht (BW) und AGS- Bundresvorstandsmitglied Andre´Brümmer (NRW) begrüßt. 

Diese Arbeitstreffen finden regelmäßig statt, um sich zu Themen auszutauschen, die für beide Seiten relevant sind.

Diesmal standen speziell die Kostenübernahme bei Schadstoffprüfungen an Gebäuden zur Diskussion. Strittig ist, ob Eigentümer oder die beauftragte Firma die Kosten tragen müssen. Die Lobby dere Wohnunswirtschaft möchrte das Handwerk belasten, das Handwerk die Eigentümer.

Das Lieferkettengesetz war  und ist ein Dauerthema für AGS und Handwerk.

Das gilt auch für  die Gleichstellung von Akademischer und Beruflicher Bildung.

Aktuell: Die Planungssicherheit für Erneuerbare Energie, speziell die Einspeisevergütung von Solarstrom.  Wirtschaftsministerin Reiche stellt die Energiewende in Frage, was KMU- Hersteller und Handwerk ebenso irritiert wie die Verbraucher. 

Übrigens:  Am 20.0.2025 ist 

TAG DES HANDWERKS      

DIHK: Zeit zu handeln!

 

DIHK,  20.9.2024

Gründungsstandort Deutschland verliert zunehmend Attraktivität:

Zeit zu handeln!

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Das Gründungsinteresse erreicht ein Rekordtief und Deutschland als Gründungsstandort bekommt die bisher schlechteste Bewertung seit Erhebungsbeginn: Die Ergebnisse des aktuellen DIHK-Reports zur Unternehmensgründung sind ernüchternd – und die Signale für die Politik zum Handeln deutlich.

 

ZDH: Familie und Beruf besser vereinbaren!

Aus: ZDH kompakt Juni 2024

Familienpolitik muss Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser unterstützen 

Berlin, Juni 2024

Die aktuelle Ausgabe von ZDH kompakt, einem Informationsdienst des Zentralverbandes des Deutschen Handewerks, befasst sich wieder mit einem auch für uns als AGS interessanten Thema!

Die aktuelle Lage ist geprägt von einem massiven Fachkräftebedarf. Eine Stellschraube, Abhilfe zu schaffen, ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Familienpolitische Leistun- gen müssen unterstützen, sind gegenwärtig aber viel zu komplex und ineffizient, im Ergebnis nur mäßig erfolgreich und zudem teuer. Daher fordert der ZDH ein Umsteuern in seinen „Leitlinien zur Familienpolitik“. 

 

Ausgangslage 

Im Handwerk ist der demographische Wandel längst angekommen. In einigen Branchen und Regionen haben Handwerksbetriebe zunehmend Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen und qualifiziertes Personal zu finden. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit – vor allem für kleinere Betriebe. 

Vor diesem Hintergrund hat das Handwerk ein großes Interesse daran, dass die Frauen- erwerbstätigkeit weiter steigt und das Potential der gut qualifizierten Frauen noch besser erschlossen wird. Bisher liegt die Erwerbsbeteiligung von Frauen immer noch deutlich hinter der von Männern, und im Vergleich zu anderen Ländern bleiben Mütter in Deutschland immer noch eher zuhause als ihre Partner bzw. arbeiten in Teilzeit. Insbe- sondere Mütter sollten stärker in die Lage versetzt werden, nach einer Phase der Erwerbsunterbrechung schnell wieder in den Beruf zurückzukehren. Unternehmerinnen brauchen eine bessere Absicherung bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Immer be- deutsamer wird es auch, Lösungen zu finden, um den täglichen Spagat zwischen Beruf und Pflege von Angehörigen zu meistern. 

Familienpolitische Leistungen sollten hier unterstützen. Derzeit sind sie aber viel zu komplex und ineffizient, im Ergebnis nur mäßig erfolgreich und zudem sehr teuer. So werden in Deutschland rund 200 Mrd. Euro für rund 150 verschiedene ehe- und familienpolitische Maßnahmen ausgegeben. 

Reformen auf vielen Feldern sind also notwendig. Daher hat der ZDH-Ausschuss Sozial- versicherung „Leitlinien zur Familienpolitik“ erarbeitet. Diese wurden im April 2024 vom ZDH-Präsidium beschlossen.