Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD (AGS) in der Regio Aachen

Für eine soziale, nachhaltige und ökologische Wirtschaft

Vernunft siegt über Ideologie!

Veröffentlicht am 20.07.2011 in Landespolitik

AGS zu:Schulkonsens

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD

Stolberg/Düsseldorf 20.07.2011

Der erste Satz der „Leitlinien für die Gestaltung des Schulsystems in NRW“ bringt es auf den Punkt: “Im Mittelpunkt unserer Schulpolitik stehen die Kinder und Jugend¬lichen, nicht Strukturen.“

Durch die Einigung im langjährigen Schulstreit werden ideologische Grabenkämpfe auf dem Rücken der Betroffenen (Kinder, Eltern, Lehrer, Kommunen) für lange Zeit beendet. Das ist gut so! Die CDU verzichtet auf ihr „Verbundschulen“-Modell, das die Bildungsprobleme sowieso nicht gelöst hätte. Für unser Land ist das kein Verlust!

Der Abschied von der „Gemeinschaftsschule“ darf der SPD nicht schwer fallen, da bei der neuen Sekundarschule wichtige Elemente der Gemeinschaftsschule übernommen werden. Dazu gehören: längeres gemeinsames Lernen und die Vorbereitung auf berufliche Ausbil¬dung und auf die Hochschulreife. Auch eine eigene gymnasiale Oberstufe ist bei ausreichendem Bedarf durch Gründung einer Gemeinschaftsschule möglich. Dieser Aspekt wird von der CDU schamhaft verschwiegen.
Der Bestandsschutz der Hauptschule wird aus der Verfassung gestrichen. Diese Maßnahme ist sinnvoll, da diese Verfassungsregel den bedauerlichen Niedergang der Hauptschulen nicht aufhalten konnte.

Die Rot-Grüne Landesregierung gibt der CDU Hilfestellung beim Sprung aus dem schul¬politischen Abseits. Damit handelt Rot-Grün staatstragend und verantwortungsvoll! Dank gilt aber auch den CDU-Politikern, die sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Land NRW bewusst geworden sind und zumindest in diesem Punkt die Rolle der Fundamental-Opposition beendet haben. Insgesamt haben die beteiligten LandespolitikerInnen von SPD, CDU und Grünen in NRW ihre Handlungsfähigkeit bewiesen. Sie sind Ihrer Verpflichtung nachgekommen, zum Wohle des Volkes zu handeln, wenn auch unter Erfolgszwang.

Die AGS begrüßt diese zukunftsweisende Schulpolitik der Vielfalt, die in Zukunft nicht mehr nur in Düsseldorf, sondern maßgeblich vor Ort gestaltet werden kann. Durch individuelle För¬derung wird es gelingen, die Leistungspotentiale unserer Kinder besser zu nutzen, unabhän¬gig von ihrer sozialen Herkunft. Die Betroffenen erhalten nun bessere Planungssicherheit, über Wahlperioden hinaus. All das trägt zur Sicherung unseres Wirtschaftsstandortes NRW bei!