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Berufliche Bildung und Bundeshaushalt II

Veröffentlicht am 15.08.2018 in Schule und Bildung

Aus: WHKT-Report 08/2018

Mehr Mittel für Berufsbildung? ZDH kritisiert neuen Bundeshaushalt

Der Bundestag hatte noch vor der Sommerpause den Haushalt verabschiedet. Das Handwerk ist enttäuscht, denn es gibt bislang kein erkennbares »Mehr« an Mitteln für den Bereich der beruflichen Bildung.  

  Gleichwohl wurde im Koalitionsvertrag angekündigt, die berufliche Bildung stärken zu wollen. Im Bundeshaushalt finden sich, laut ZDH-Auskunft, erkennbar keine zusätzlichen Mittel für überbetriebliche Bildungsstätten und Berufsschulen. Der Zustand der Berufsschulen hängt von der Finanzkraft der Schulträger ab. Die ist sehr unterschiedlich und das ist problematisch.

Über Jahrzehnte hinweg ist insgesamt zu wenig Geld in die berufliche Bildung investiert worden, in die Hochschulen dagegen schon. Immer wieder wird die Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung politisch betont, aber hinsichtlich der Haushaltsansätze des Bundes läßt sich nicht erkennen, dass man sie herstellen möchte.

Zwei Beispiele dazu: Für die Begabtenförderung bekommen die Unternehmen in Deutschland 50 Millionen Euro im Jahr, die Universitäten 265 Millionen Euro. Für Hochschulpakt und Exzellenzförderung gibt der Bund jährlich rund 2,3 Milliarden Euro. Vergleichbares fehlt im Bereich berufliche Bildung gänzlich