
Aachen, 2.09.2023
Die Friedrich- Ebert- Stiftung hat zur "Zukunft der europäischen Friedensordnung" eine Veranstaltung durchgeführt.
Zu Wort kamen russische VertreterInnen der demokratischen Zivilgesellschaft, aber auch ukrainische Vertreterinnen von Exil- Gruppen meldeten sich zu Wort.
Trotz teilweise konträrer und emotionaler Diskussionen waren sich die DiskutantInnen aus Russland wie auch aus der Ukraine einig bei einer Verurteilung des von Putin initiierten Angriffskriegs auf die Ukraine und auf das Recht der Ukraine auf Verteidigung mit Hilfe von Waffenlieferungen der internationalen Partner.
Fazit: Ohne den Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft in Russlsand wird ein dauerhafter Frieden nicht erreichbar sein. Dazu ist Unterstützung auch russischer demokratischer Exil- Gruppen notwendig.
Aus dem Einladungstext:
Der Krieg gegen die Ukraine hat die europäische Friedensordnung tief erschüttert und Millionen von Menschen in Abgründe von Gewalt, Zerstörung und Vertreibung gestürzt. Trotz aller Repressionen gibt es weiterhin Menschen und Organisationen in Russland, die sich Frieden, Austausch und Verständigung mit dem Rest Europas wünschen. Stellvertretend hierfür stehen die diesjährigen Preisträgerinnen des Aachener Friedenspreises von der russischen Feminist Anti-War Resistance.
Wir wollen im Rahmen dieser Veranstaltung mit Ihnen und mit unseren Expertinnen und Experten darüber diskutieren: Unter welchen Voraussetzungen ist es möglich, zivilgesellschaftliche Kräfte in Russland zu stärken und den Dialog mit ihnen zu halten oder wieder aufzubauen? Welche Rolle können Frauen dabei spielen? Worauf können wir in Bezug auf Russlands weitere Entwicklung hoffen und was erscheint derzeit illusorisch? Wie kann die Europäische Union nach dem Krieg beim Wiederaufbau einer europäischen Friedensordnung unterstützen?
Verlauf:
16.00 Uhr Grußwort von Ye-One Rhie, Mitglied des Bundestages
16.10 Uhr Diskussion mit
einer Vertreterin der russischen Feminist Anti-War Resistance (FAR), Frau Pylaeva
Prof. Dr. Dietmar Köster, Mitglied des Europäischen Parlaments
Dr. Alexey Tikhomirov, Universität Bielefeld
Moderation: Dr. Arno Gildemeister, Co-Sprecher des Europa-AK der SPD Mittelrhein
Als Gast nutzte André Brümmer (AGS) die Gelegenheit zum Meinungsaustausch mit den TeilnehmerInnen.